Lichtfeldkamera.net

|

Alles zur Lichtfeldkamera.

Die Auflösung einer Lichtfeldkamera

Die Auflösung von Spiegelreflexkameras

Fotografieren wie es der Hobby- und Profifotograf bisher kennt, erfolgt, indem Motive lediglich zweidimensional erfasst und festgehalten werden. Durch die Fokussierung der Kamera  wird die Aufnahmeebene festgelegt und eingestellt. Trotz dieser Einstellungen besteht das Ergebnis oftmals aus unscharfen oder verwackelten Bildern. Diese unbrauchbaren Fotos kommen aufgrund falscher
Kameraeinstellungen, Verwacklungen oder aufgrund dessen, dass sich das Objekt zu schnell für die Erfassung bewegte (Bewegungsunschärfe) zustande.

Herkömmliche Kameras erfassen mit ihrer Zweidimensionalität lediglich die Position und Intensität des Lichteinfalls. Aber die Richtung aus der das Licht einfällt können sie weder erkennen noch verwerten. Daher beschränkt sich die Handhabung einer solchen Kamera auf die vorherige Fokussierung auf eine aufzunehmende Ebene.
Zeitgleich wird oftmals aufgrund dessen, dass nicht das gesamte Licht erfasst wird, die Verwendung eines Blitzlichtes benötigt. Auch hier können fehlerhafte Blitzlichteinstellungen zu unschönen und unbrauchbaren Ergebnissen führen.
Mit einer Spiegelreflexkamera in Hinsicht auf Schärfe stimmige Bilder zu machen erfordert entweder ein gewisses Maß an Know-how oder Glück und zahlreiche Versuche. Dennoch wird es immer wieder Schnappschüsse und Momente geben, die nicht festgehalten werden können, weil der Auslösezeitpunkt zu lange aufgrund der Fokussierung hinausgezögert wurde.

Derzeit bieten die Megarays von Lytro leider noch nicht eine ähnlich
gute Auflösung wie digitale Spiegelreflexkameras.
Foto:Adam Gould

Die Lichtfeldtechnik

Eine Lichtfeldkamera, auch plenoptische Kamera genannt, erfasst bei Aufnahmen den kompletten vierdimensionalen Bereich, was bedeutet, dass die Kamera alle möglichen Schärfeebenen zeitgleich erfasst und die Schärfung der Fotos erst im Nachhinein vorgenommen wird.

Zwischen dem Objektiv und vor dem Lichtsensor sind Mikrolinsen eingesetzt, welche diese Komplettaufnahmen ermöglichen. Eine Vielzahl an Mikrolinsen nehmen mit Hilfe einer integrierten, speziellen Software, Farbe, Intensität und Richtung der auftreffenden Lichtstrahlen auf. Dabei erfasst jede einzelne Linde einen Bruchteil des gesamten Bildes. Von der Software werden diese einzelnen Teile zu einem Ganzen zusammengesetzt.
Aufgrund der vielen Informationen in den Bildern, sind im Grunde sogar 3D-Aufnahmen ohne der Notwendigkeit von 3D-Brillen möglich.
Ist die Aufnahme erfolgt, erkennt die Technologie die optimalen Schärfeeinstellungen und Ausdehnungen und legt diese automatisch fest. Ein manuelles Bearbeiten am PC ist nicht erforderlich, kann aber selbstverständlich vorgenommen werden. In der individuellen Nachbearbeitung der Bilder kann beispielsweise der Fokussierungspunkt pro Bild eigenständig festgelegt werden. Als Beispiel kann dieser Punkt auf den Hintergrund der Aufnahme ausgerichtet werden und dadurch diesen hervorheben.
Durch die vollständige Erfassung des Lichts, kann auf den Einsatz von Blitzlichtern verzichtet werden, da das eingefangene Licht eine ausreichende Lichtquelle darstellt. Eine Aufnahme ist im Grunde nur in einem völlig lichtlosen Raum nicht möglich.

Durch diese revolutionäre Technologie, fällt die Bedienbarkeit der Kamera ins einfachste. Blitzlichteinstellungen und Fokussierung muss der Nutzer nicht mehr vornehmen und kann sich dadurch einzig auf den Zoom und den Auslöser konzentrieren.
Verpasste Schnappschüsse aufgrund von Auslöseverzögerungen aufgrund von vorzunehmenden Fokussierungseinstellungen gehören der Vergangenheit an, weil dieser Schritt mit der Lichtfeld-Technik entfällt.

 

Die Auflösung: Megarays statt Megapixel

Bei Lichtfeldkameras wird die Auflösungsrate nicht mehr in allgemein bekannten Megapixeln dargestellt, sondern in sogenannten Megarays. Megarays bezeichnen die eingefangenen Lichtstrahlen. Diese belaufen sich zurzeit auf 11 Millionen Stück pro Aufnahme.

Diese Lichtstrahlen werden mir einer großen Anzahl von Mikrolinsen eingefangen und die Informationen wie Intensität, Farbe und die einfallende Richtung mit Hilfe einer speziellen Software verarbeitet. Dabei wird das Licht aus allen einfallenden Richtungen erfasst und nicht nur aus einer.
Diese Gesamtaufnahme des Lichts ermöglicht erst die Komplettaufnahme und die im Anschluss stattfindende Fokussierung. Aus der Vielzahl der aufgenommenen Informationen kann die Software im Nachhinein festlegen, welche Aufnahmeebene die optimale Schärfeeinstellung darstellt.
Zeitgleich entfällt die Fokussierungsphase, welche schon für zahlreiche verpasste Schnappschüsse verantwortlich war, d. h. jeder Moment kann ohne Weiteres festgehalten werden und Bewegungsunschärfe und Verwacklungen sind nicht mehr zu erwarten.
Die Auflösung erfasst alle Aufnahmeebenen auf einmal und erstellt im Nachhinein ein klares und scharfes Bild.
Die Megarays von Lytro könnten somit den Fotografie-Markt revolutionieren.