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Alles zur Lichtfeldkamera.

Die Entwicklung einer Revolution der Fotografie

Die Entstehung der Lichtfeldkamera

Zu Beginn des neuen Jahrtausends galt die Entwicklung der digitalen Fotografie als die einschneidendste Innovation in der Fototechnik seit langer Zeit. Jetzt, kaum 10 Jahre später, aber schickt sich die Lichtfeldfotografie an, den nächsten und noch einmal wesentlich bedeutenderen Schritt in der Fotorevolution zu gehen.

So sprechen einige Experten im Zusammenhang mit der sich ankündigenden Marktreife der ersten Lichtfeldkameras bereits von der wichtigsten Neuerung im Bereich der Fototechnik seit dem neunzehnten Jahrhundert. Die Technologie, die die in Kürze auf dem Markt erscheinenden Lichtfeldkameras nutzen, ist bereits seit circa 10 Jahren bekannt. Entsprechend gab es schon in den vergangenen Jahren immer wieder Versuche von diversen Firmen aus der Branche, eine Kamera, die auf der Lichtfeldtechnologie fußt, in den Handel zu bringen. Bislang scheiterte aber noch jeder dieser Versuche, selbst den Branchenriesen war es nicht gelungen, die notwendige Technologie in ein für den Verbrauchermarkt bestimmtes Gerät zu bringen.

Probieren Sie hier die Lichtfeldtechnologie selbst aus:

Foto: Adam Gould.

Hier finden Sie noch mehr Fotos zum Austesten der Lichtfeldtechnologie.

 

Durch welche besonderen Merkmale zeichnet sich die Lichtfeldtechnologie aus?

Doch worin liegen überhaupt die Besonderheiten der Lichtfeldkamera, die die Experten derart entzücken und für eine Revolution der Fotografie sorgen können? Die grundlegende Idee, die hinter den Lichtfeldgeräten steckt, besteht darin, mithilfe eines speziellen Objektivs, in das unzählige Mikro-Linsen eingearbeitet sind, so viele Lichtstrahlen wie möglich einzufangen. Vereinfacht gesprochen presst man viele einzelne Kameras in ein einziges Gerät. Im Gegensatz zu den Kameras, die momentan den “State of the Art” im Bereich der Fotografie bilden, nehmen Lichtfeldgeräte weiterhin sowohl die Farbe und die Intensität wie auch die Richtung des einfallenden Lichts auf. Herkömmliche Kameras dagegen sind nicht in der Lage, diese Richtungsinformation zu erfassen. Die im Inneren der Geräte verbaute Technik macht die Lichtfeldkameras zu revolutionären Geräten im Bereich der Fotografie, denn sie ermöglichen eine Fokussierung des Bildes, selbst wenn die Aufnahme schon längst gemacht ist. Kameras, die mit der Lichtfeldtechnologie arbeiten, nehmen nicht nur die Farbe sowie die Intensität des Lichtes auf, sondern zusätzlich dazu auch noch dessen Ursprungsrichtung. Ermöglicht wird dies durch ein winziges Linsenraster, das unmittelbar vor dem Sensor sitzt.

Während sämtliche bislang im Handel erhältlichen Fotokameras nur dazu in der Lage sind, ein flaches, zweidimensionales Bild zu liefern, geht die Lichtfeldkamera nun also einen ganz entscheidenden Schritt weiter. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass statt einer einzelnen Lichtebene nun gleich das gesamte Lichtfeld, welches sich um das jeweils fotografierte Motiv herum befindet, aufgenommen wird. Dem Mikrolinsen-Raster kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu, denn durch dieses Bauteil lassen sich mit einer Lichtfeldkamera Informationen über jeden Lichtstrahl, der sich innerhalb eines dreidimensionalen Raumes befindet, gewinnen.

Marktreife der ersten Lichtfeldkameras – Tatsächlich eine Revolution für die Fotografie!?

Die zentrale Stärke der Lichtfeldtechnologie und somit auch der mit dieser operierenden Kameras besteht darin, dass sich in allen Ebenen scharfe Bilder aufnehmen lassen. Der Fokus entfällt bei Lichtfeldkameras komplett. In diesem Zusammenhang ist vor allem der Bildsensor, welcher das Herzstück jedes auf der Lichtfeldtechnologie basierenden Geräts bildet, von zentraler Bedeutung. Die Möglichkeit zur nachträglichen Veränderung der Schärfe stellt mit Sicherheit die größte, aber noch lange nicht die einzige Stärke, die die Lichtfeldkameras von den momentan auf dem Markt angebotenen Geräten unterscheidet. Eine weitere große Stärke der mit der Lichtfeldtechnologie arbeitenden Kameras, die in der Diskussion allerdings häufig nur am Rande erwähnt wird, besteht in der hohen Lichtempfindlichkeit. So lassen sich mit einer Lichtfeldkamera selbst bei eher ungünstig erscheinenden Lichtverhältnissen noch sehr gute Ergebnisse erzielen. Neben ihren zu hervorhebenden Stärken kennzeichnen die Lichtfeldgeräte in ihrem derzeitigen Entwicklungsstadium aber auch einige Schwächen, die an dieser Stelle erwähnt werden müssen. So verfügen die Geräte beispielsweise noch lange nicht über die Auflösung, mit der die im Handel angebotenen Spiegelreflexkameras arbeiten. Allerdings wird sich die Rechenleistung der Kameras in den nächsten Jahren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch einmal so entwickeln, dass sich auch mit Lichtfeldkameras derartig hohe Auflösung erreichen lassen.

In den kommenden Monaten und Jahren wird sich zeigen, ob Lichtfeldkameras tatsächlich für die bereits von zahlreichen Experten angekündigte Revolution sorgen und die bisherigen Spitzenmodelle ersetzen können. Lange Zeit bezweifelten zahlreiche Experten, dass es überhaupt möglich ist, die für die Entwicklung einer Lichtfeldkamera notwendige Technologie zu bezahlbaren Preisen produzieren zu lassen. Diese Zweifel konnte das US-amerikanische Start-Up-Unternehmen Lytro nun allerdings widerlegen, das in Kürze bereits ein Einsteiger-Modell zum Preis von 399 Dollar in den Handel bringen möchte.

Lesen Sie hier mehr zur Lichtfeldkamera von Lytro.