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Alles zur Lichtfeldkamera.

Die Lichtfeldkamera von Raytrix – Ein Gerät für Industrie und Forschung

Mit der Raytrix GmbH aus Kiel arbeitet ein deutsches Unternehmen bereits seit einiger Zeit an einer Kamera, die auf dem Konzept der Lichtfeldfotografie basiert. Raytrix produziert schon heute Kameras, die mit der der entsprechenden Technologie arbeiten, allerdings kommen diese ausschließlich im professionellen Bereich zur Anwendung. Die Lichtfeldkamera funktioniert vereinfacht gesprochen wie ein Insektenauge.

Zu diesem Zwecke entwickelten die führenden Köpfe, der habilitierte Informatiker Christian Perwaß sowie sein derzeit im gleichen Fach promovierende Kollege Lennart Wietzke, einen Sensor, um den sich 40000 winzige Linsen gruppieren. Jede einzelne dieser vielen Linsen erfasst dabei ihre eigene Sicht der Dinge. Die Linsen entstammen genau wie die Software, die es erst ermöglicht, 40000 verschiedene Perspektiven so zu komponieren, dass sie die im jeweiligen Fall erwünschten Bildinformationen liefern, der eigenen Produktion des in Kiel ansässigen Unternehmens. Nach Angaben von Raytrix soll sich die Lichtfeldkamera bereits durch eine von vornherein etwa sechsmal höhere Tiefenschärfe als herkömmliche Aufnahmegeräte auszeichnen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden dabei sogar die Möglichkeit, ihre bisherigen Kameramodelle mit der neuartigen 4-D-Lichtfeldtechnologie aufzurüsten.

 

Einsatz im Bereich der Qualitätssicherung in Firmen

Momentan kommt die Technologie aus dem Hause Raytrix in erster Linie im Bereich der Industrie zum Einsatz, wo die Kameras einen ganz entscheidenden Beitrag zur Qualitätsüberwachung liefern. Durch erhebliche produktionstechnische Fortschritte gelang es dem Unternehmen in den vergangenen Jahren, eine wesentlich attraktivere Preiskalkulation zu realisieren. Seit 2010 vertreibt Raytrix eine Lichtfeldkamera, die bislang in erster Linie für den Einsatz in Industrie sowie Forschung genutzt wird. Bei diesem Gerät kommt ein aus drei unterschiedlichen Linsen mit unterschiedlichen Brennweiten bestehendes Linsenraster zum Einsatz, wobei jede der Mikrolinsen in der Lage ist, zwischen drei und sechs Bildpunkte auf dem Kamerasensor abzudecken.

 

Kosten: Preislich noch kein Produkt für den Massenmarkt

Die 4D-Lichtfeldkameras von Raytrix kosten ab 3000 Euro aufwärts, somit dürfte sich die Zielgruppe dieser Lichtfeldkameras, die mit mindestens 5 Megarays bzw. einer effektiven Bildauflösung von 1,25 Megapixel aufwarten können, bislang nur im Umfeld der professionellen Fotografie befinden. Wenn jedoch die Lichtfeldfotografie in den nächsten Jahren zur ernsthaften Konkurrenz für die Spiegelreflexkameras wird, dürfte der technische Vorsprung auf diesem Gebiet der Firma Raytrix auch Vorteile bei der Entwicklung von niedrigpreisigeren Consumer-Lichtfeldkameras bescheren.

 

Wer macht das Rennen um diese neue Technologie? Lesen Sie hier alles rund um die Lichtfeldkamera der Firma Lytro.